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Allergie

Bestimmte Substanzen oder Partikel erzeugen bei entsprechender Veranlagung (Disposition) bei Kontakt mit der Schleimhaut der Atemwege oder der Bindehaut des Auges eine entzündliche Irritation (Schwellung, Rötung, Entzündung, Juckreiz, Sekretion, Atemnot). Das Allergen ist in der Regel ein Eiweißpartikel (Protein).

Typische Inhalationsallergene sind Pollen von Bäumen (Hasel, Erle, Birke so genannte Frühblüher), Gräsern (z. B. Lieschgras) und Kräutern (Beifuß, Gänsefuß, Ragweed/Ambosia, Wegerich, Sauerampfer), sowie Partikel der Hausstaubmilbe oder der Speichelproteine von Tieren sowie Sporen von Schimmelpilzen.

Manche Allergien sind saisonal (Pollen, Schimmel) und andere ganzjährig (perennial) wie Milben und Tierhaare bzw. Speichelproteine von Tieren.

Die Diagnose ergibt sich aufgrund der Krankengeschichte (Anamnese), der klinischen Untersuchung und verschiedenen Verfahren wie Hauttest (Prick), Bluttest (Rast) und Provokationstest (nasal, konjunktival).

Die Behandlung erfolgt primär durch Vermeidung (Karenz) der Allergene. Dies betrifft insbesondere die Hausstaubmilbe. Durch vermehrte Durchlüftung der Räume, feuchtes Wischen der Böden, Staubsaugen mit Spezialfilter und speziellen Matratzen- Decken und Kissenbezügen (Encasing-Schutzbezüge) kann die Allergenbelastung deutlich reduziert werden. Bei Haustieren sollten die wasserlöslichen Speichelproteine im Fell durch regelmäßiges Waschen reduziert werden. Die medikamentöse Therapie erfolgt bei Pollen nach Möglichkeit schon vor dem Auftreten der ersten Symptome. Hilfreich sind hier insbesondere lokal wirksame cortisonhaltige Nasensprays und als Tablette einzunehmende Antiallergika (Antihistaminika), die in der Regel gut verträglich sind.

Eine kausale Behandlungsoption ist die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierungs-behandlung, SCIT: subcutane Immuntherapie). Diese dauert in der Regel drei bis vier Jahre und erfolgt mittels subkutaner Injektion der Allergene (unter die Haut injiziert) entweder ganzjährig mit vier- bis sechswöchigen Intervallen oder nur präsaisonal (vor der Pollenflugsaison). Nach der Injektion des Allergens muss eine halbstündige Überwachung in der Praxis erfolgen. Verfügbar ist auch eine spezifische Immuntherapie, bei der die Allergene mittels Tropfen oder Tabletten (SLIT: sublinguale Immuntherapie) verabreicht werden, die drei Jahre lang täglich einzunehmen sind.

Die aktuelle Pollenbelastung kann über die TU München (Zentrum für Allergie) www.zaum-online.de abgefragt werden.

Leistungen Tinnitus

 

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