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Ohrchirurgie

Verschiedene Erkrankungen des Ohres bedürfen einer operativen Therapie:

Gehörgangsexostosen (knöcherne Auswüchse im äußeren Gehörgang) können zu einer dauerhaften Verlegung und Entzündung des äußeren Gehörgangs und des Trommelfells führen. Zusätzlich kann noch das Hörvermögen beeinträchtigt sein. Bei einer weitgehenden knöchernen Verlegung des äußeren Gehörgangs sollte die Exostosen-Operation erfolgen, wobei hier unter Schonung der Gehörgangshaut und des Trommelfells die knöchernen Vorwölbungen im Gehörgang abgebohrt und entfernt werden.

Die Otosklerose ist eine Verknöcherung und Fixierung des Steigbügels (Stapes) im Mittelohr. Durch diese Fixation des Steigbügels kommt es zu einer Schallleitungsschwerhörigkeit (mangelhafte Übertragung der Schallwellen auf das Innenohr). Hier wird durch eine

Stapes-Operation (Einsetzen einer Steigbügelprothese) nach operativer Eröffnung des Mittelohres eine Stapesprothese eingesetzt und dadurch wieder eine regelrechte Schallübertragung hergestellt.

Eine chronische Mittelohrentzündung (Otitis media chronica, Cholesteatom) mit oder ohne Trommelfellperforation zeigt sich in der Regel durch eine Schwerhörigkeit und zusätzlich kann ein entzündlicher Ausfluss aus dem Ohr (Otorrhoe) auftreten. Diese chronische Entzündung sollte ebenfalls operativ, im Sinne einer so genannten Tympanoplastik (Rekonstruktion des Trommelfells und gegebenenfalls der Gehörknöchelchen), nach Entfernung der entzündlichen Mittelohrveränderungen beseitigt werden.

Erwähnte Eingriffe erfolgen in unserer Belegklinik Dr. Gärtner in Vollnarkose und bedürfen eines 2-3 tägigen stationären Aufenthaltes.

Bei Kindern besteht manchmal eine chronische Entzündung des Mittelohres aufgrund einer Belüftungsstörung der Pauke in Verbindung mit vergrößerten Rachenmandeln (Polypen). Dabei bildet sich seröses (Serotympanon) oder muköses (Mucotympanon, Glue Ear) Sekret im Mittelohr mit entsprechender Schallleitungsschwerhörigkeit. Hier kann durch eine Incision im Trommelfell und gegebenenfalls durch das Einlegen eines Paukenröhrchens (Paukendrainage), welches in der Regel vier bis sechs Monate verweilt, das Mittelohr zur Ausheilung gebracht werden, sodass die Kinder wieder normal hören können. Dies kann in Vollnarkose unter ambulanten Bedingungen erfolgen.

 

Plastische Chirurgie Ohrchirurgie

 

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