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Tinnitus

Der Begriff Tinnitus (lateinisch tinnere=klingeln) bezeichnet die Wahrnehmung eines Geräuscheindrucks in Abwesenheit eines entsprechenden äußeren akustischen Reizes. Tinnitus ist eine häufige Gesundheitsstörung. Die Beeinträchtigung im Alltag jedoch erleben die Betroffenen sehr unterschiedlich.

Man vermutet eine gesteigerte Erregung der zentralen Hörbahn (auditorischen Bahn) und/oder eine abnorme Aktivität in so genannten somatosensorischen (die Körperwahrnehmung betreffenden) Afferenzen (dem Gehirn zuführenden Nervenbahnen) des Körpers (idiopathischer Tinnitus).

Die Ursachen sind vielfältig: übermäßige Lärmbelastung und Stressfaktoren (ca. 30%), Verschluss des Gehörganges durch Cerumen, Trommelfelldefekte, Mittelohrentzündungen, Otosklerose, Innenohrentzündungen, Morbus Meniere, Akustikusneurinom, Begleiterscheinungen im Rahmen einer Schwerhörigkeit.

Zusätzlich sollten Erkrankungen der HWS, des Kiefergelenks, Nebenwirkungen von Medikamenten, internistische und psychische Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Unser Ziel ist es, die Ursache Ihres Tinnitus zu diagnostizieren.

Grundlage dafür ist eine genaue Krankengeschichte (Anamnese), wodurch bereits eine Einschätzung des Schweregrades Ihres Ohrgeräusches möglich ist, gefolgt von Diagnoseverfahren nach dem aktuellsten und neuestem Stand der Technik.

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  • Anamnese
  • Ohrmikroskopie: Befundbeurteilung des Trommelfell und des Mittelohrs.
  • Reintonaudiogramm: Messung der Tonhörfähigkeit.
  • Sprachaudiogramm: Messung der Sprachhörfähigkeit.
  • Tinnitusanalyse: Messung der Frequenz und Lautstärke des Ohrgeräusches.
  • Otoakustische Emissionen (OAE): Funktionsmessung der äußeren Haarzellen
  • Impedanzaudiometrie: Messung des Mittelohrdrucks und der Schwingungsfähigkeit der Gehörknöchelchen, sowie der Stapediusreflexe.
  • Hirnstammaudiometrie (BERA): Messung der Hörnervenleitgeschwindigkeit.

Bei Bedarf können wir Ihnen eine weiterführende Diagnostik (z.B. bei Beschwerden der Halswirbelsäule, des Kiefergelenks, bei internistischen, neurologisch/psychiatrischen Erkrankungen) incl. bildgebenden Verfahren (Magnetresonanztomografie, Computertomografie), Sonografie der Halsgefäße (bei pulssynchronem Tinnitus) in Zusammenarbeit mit unseren fachärztlichen Spezialisten der Tagesklinik München Nord anbieten.

Die Therapie ist abhängig von der Dauer des Ohrgeräuschs und von Ihrem Leidensdruck. Das Wissen einer grundsätzlichen gutartigen Natur Ihres Ohrgeräuschs kann bereits ausreichend sein.

Ein akutes Ohrgeräusch ohne objektivierbare Ursache sollte trotz fehlender evidenzbasierter Empfehlungen zeitnah mit durchblutungsfördernden, corticosteroidhaltigen Infusionslösungen behandelt werden, begleitend von einer Gesprächstherapie (Lärm/Stressmanagement).

Ein länger bestehendes (chronisches) Ohrgeräusch bedarf einer ganzheitlichen Therapie mit dem Hauptziel Ihren belastenden Zustand zu reduzieren und der Verbesserung Ihrer Lebensqualität.

Dafür bieten wir Ihnen nach einem individuellen Behandlungskonzept die notwendigen Therapieansätze an:

Eine ambulante (ca. 5 Stunden/Tag) umfassende ganzheitliche Therapie in unserer Belegklinik Dr. Gärtner über mehrere Tage mit:

  • Entspannungstechniken,
  • Musiktherapie
  • beratende Gesprächstherapie mit Psychoedukation (Counseling)
  • Physiotherapie,
  • Biofeedback,
  • Habituationstraining,
  • auditorisches Training,
  • kognitive Verhaltenstherapie,
  • rheologische Infusionsbehandlung.

Hörhilfen und Rauschgeräte (Tinnitusmasker/Noiser).

Tinnitus-Retrainings-Therapie (TRT).

Neuromodulations/Stimulationstherapien.

 

Allergie Nasenkorrektur

 

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